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Publikationen

ULRICH MOSKOPP
PHILOSOPHIE DES WUNDERS
Kunstverein Münsterland

„ULRICH – Zunächst malte er Raumschiffe und unterirdische Geheim-Welten, voller Sciencefictionszenarien, später klassische Motive ohne Absurdität, Referentialität, Ironie, Kontext. Er stellte sich wie frühere Maler vor sein Motiv und wollte in einer Sitzung konterfeien. Er wollte Malsubstanz am Motiv, teils expressiv, teils impressionistisch, teils gestisch, vorführen. Später ließ er es zu, ein Bild über Monate entstehen zu lassen und wiederentdeckte den Faktor Zeit, beim Herstellen eines Gemäldes, das ihm ermöglichte, sich wieder akribisch in Details zu versenken, so wie damals bei seinen alten Raumschiffen und Technikvisionen. Ihm fehlte dabei nichts, kein Verweis auf die Moderne, auf die Postmoderne, auf die Nach-Nachmoderne, wie diese Zeit sich eben nannte. Später suchte er einen Kollegen, mit dem er zusammen ausstellen konnte, der seine Reminiszenzen an vergangene Malweisen und Epochen (die aber im Grunde zeitlos waren) in Frage stellte mit seinem Werk, um doch die Zeitgeistigkeit seiner Epoche zu berücksichtigen, deren Errungenschaft unter anderem war, das Medium der Malerei distanziert vorzuführen. Diesen Kollegen fand er.“